Nutzungsrechte nach dem Wohnungseigentumsgesetz, als Genossenschaftseinrichtung und im Mietwohnungsbau sind vorgesehen, um zu ermöglichen, dass Menschen in der Werkbundsiedlung mit unterschiedlichen Einkommensverhältnissen wohnen.

Der Werkbund hat folgende Leitlinien erarbeitet, die als Bausteine für die Werkbundsiedlung Verwendung finden sollen:

Städtebaulich ,doppelte Innenentwicklung‘: Die städtebauliche Herausforderung liegt darin, Flächen sparende, dichte Vielfalt und bestehende Grünflächen auf einer innerstädtischen Grundstücksfläche zu optimieren. Die Einbindung in vorhandene und künftige Infrastrukturen des urbanen Raumes ist dafür eine wesentliche Grundlage. Die Stadt als vorgegebene Struktur ist gleichermaßen Lebensraum und Ressource.

Erhalt und Ausbau bestehender Grünstrukturen: Die Verbindung vorhandener Grünstrukturen mit dem Innenraum der Siedlung wird eine ökologische Vernetzung sichtbar machen. Individuell und allgemein nutzbare grüne Zwischenräume werden eine organische Verbindung eingehen.

Ökologische Aspekte: Der schonende Umgang mit der Umwelt und Energie, etwa durch sparsamen Wärme-, Energie- und Trinkwasserverbrauch, ist von elementarem Interesse für die bewusste Gestaltung zukünftiger Lebensräume. Dabei sind konzeptionell und technisch innovative Umsetzungen gefordert.

Wirtschaftliche Baukonstruktionen: Traditionelle Bauweisen und industrielle Fertigungen ergänzen sich heute. Die Entscheidung zwischen handwerklichen Lösungen und Vorfabrikationen mit Teilbausystemen ist pragmatisch im Einzelfall zu treffen. Sie kann aber auch zum Thema des architektonischen Ausdrucks werden. Das Bauen soll dem Prinzip der Nachhaltigkeit folgen und dadurch langfristig niedrige Unterhaltskosten bis zur Entsorgung erreichen.