Das Areal

Das 5,5 Hektar große Areal der Werkbundsiedlung Wiesenfeld befindet sich am westlichen Rand des Münchner Stadtbezirks Schwabing-West. Es wird im Norden von der Schwere- Reiterstraße begrenzt (die an dieser Stelle einen Bogen beschreibt), im Osten von der Infanteriestraße, im Süden vom Grundstück der Barbarakirche und im Westen von dem für den Verkehr stillgelegten letzten Teilstück der Heßstraße. Die Entfernung zur Münchner Altstadt beträgt 2,5 km.

Die Lage kann – abgesehen von der amtlichen Zuordnung – als kaum definiertes „Niemandsland“ zwischen Neuhausen, Olympiapark, Schwabing und der benachbarten Maxvorstadt bezeichnet werden. Auf dem Grundstück befand sich seit Ende des 19. Jahrhunderts bis zu ihrer Schließung in den 1990er-Jahren die Luitpold-Kaserne. Ein 1896 errichtetes Gebäude wurde von der Luftschifferabteilung der bayerischen Armee bezogen und lag so in unmittelbarer Nähe zum Fluggelände Oberwiesenfeld, dem heutigen Olympiapark. Dem voraus ging eine (Garten-)Anlage, etwa 1790 angelegt vom Hofkammer- und Kommerzienrat Dominikus von Schwaiger, der den neu erschlossenen Flächen den allgemeinen Namen „Wiesenfeld“ gab.
Diese ursprüngliche Benennung schien uns aufgrund ihrer wertfreien Semantik und ihrer historischen Authentizität für das gegenwärtige Projekt besonders gut geeignet.

Die Landeshauptstadt München hat das Areal 2004 von der Bundesrepublik Deutschland erworben. Im Nordteil befinden sich sechs (Kasernen-)Gebäude – darunter der oben erwähnte, denkmalgeschützte Backsteinbau –, die bereits von Unternehmen aus dem Bereich Neue Medien/Kommunikation genutzt werden; die von der Bundeswehrfachschule belegten Gebäude im Südteil wurden Ende 2006 freigegeben.


WebCam am Olympiaturm