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Baumaterialien
24. Juli 2006

Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, München-Schwabing

Die Form, die Ur-, die Grund-, die Feinform, ist das Resultat einer Synthese von Material und Konstruktion. Willentlich oder nicht wird aber über deren Tektonik eine Information vermittelt, die unmittelbar mit dem Gedachten und dem daraus entstehenden Raumgedanken zu tun hat. Der abstrakte Entwurf aus der zeitgenössischen Architektur verleitet zur Annahme einer freien Materialwahl. Häufig wird die Frage gestellt, aus welchem Material die Entwurfsidee realisiert werden kann. Die Fülle der Eigenschaften moderner Baustoffe verlangen vom Architekten Professionalität.
Unterschiedliche Anforderungen bei ungleichen Dringlichkeiten sind zu beurteilen und in ein komplexes Ganzes zu führen. Können die Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit für Materialien sich förderlich für den Entwurfsgedanken auswirken? Welche Baustoffe erfüllen die vielen bauphysikalischen, konstruktiven und gestalterischen Anforderungen? Können wir uns diese Baustoffe überhaupt leisten? Auf der Suche nach Materialkonzeptionen mit Modellcharakter möchte der Werkbund diese Fragestellungen anhand des Sakamoto-Projekts diskutieren. Wo müssen wir weiterarbeiten?